A Woman with Purpose: Marie de France

A Woman with Purpose: Marie de France

Akris fühlt sich geehrt, mit Marie de France eine Woman with Purpose vorzustellen, die Räume für ein besseres Leben schafft. Als Partnerarchitektin und Leiterin des Büros von Sou Fujimoto in Paris, fördert Marie de France mit ihrer Arbeit die Verbindung von Architektur und Natur.

Schon als Jugendliche war sie fasziniert von der inhärenten Schönheit der Natur und schockiert von der Art und Weise, wie der Mensch in diese hineinbaut. Einer der Gründe, warum sie Architektin werden und mit dem japanischen Architekten Sou Fujimoto zusammenarbeiten wollte, um die Widersprüche zwischen Innen und Außen, Gebautem und Natürlichem zu erforschen und eine Architektur im Einklang mit der Natur anzustreben. Marie ist das perfekte Beispiel für eine Akris-Frau, welche die Grenzen des Möglichen durch Innovationen verschiebt, sich in einer von Männern dominierten Welt einen Namen macht und in ihrem Leben ein Ziel verfolgt.


2015 haben Sie die Kooperation von Sou Fujimoto mit Albert Kriemler und dem Haus Akris begleitet. Was war das für eine Erfahrung, zu sehen, wie Architektur in tatsächliche Kleidung verwandelt wird?

Es war eine erstaunliche Erfahrung. Aber vor allem war es eine wunderbare Überraschung; ich konnte mir nicht vorstellen, dass es zu einem solchen Reichtum an Kreationen führen würde. Ich war wirklich beeindruckt, als Albert uns in seinem Atelier in Paris empfing, um uns die ersten Stoffe zu zeigen, die er gesammelt hatte, und als er uns schließlich die Kollektion präsentierte. Eine einzigartige Zusammenarbeit, die ich nie vergessen werde.


Denken Sie, dass es Gemeinsamkeiten zwischen Architektur und Mode gibt?

Für mich umhüllen sowohl Architektur wie auch Mode den Körper, nur in einem anderen Massstab. In beiden Fällen geht es um Material, Licht und Schatten, Luft, Farbe, Empfindung; es geht um die Bewegung des Körpers im Raum, um die Frage des Verbergens und Zeigens des Körpers sowie des inneren Kerns einer Person. Es ist faszinierend, wie nahe sich diese beiden Bereiche eigentlich sind.


Eines Ihrer neuesten Projekte ist das St.Gallen Learning Center, das nächstes Jahr eröffnet wird. Können Sie uns etwas über die Idee hinter dem Konzept erzählen?

Das Konzept heißt "Open Grid - Choices of Tomorrow" und es befasst sich mit der Frage, wie wir in Zukunft lernen werden. Das "Open Grid" ist ein Raum, der immer wieder neu arrangiert werden kann, so dass sich die Raumgrößen, -formen und -aufteilungen ändern, um den sich immer wieder unterschiedlichen Bedürfnissen der Studenten und Lehrer gerecht zu werden. Der Raum sozusagen als Skizze.


Was ist ein Rat, den Sie im Leben verfolgen?

Immer positiv und neugierig sein; nach vorne schauen, aber nicht zu weit voraus.


Können Sie uns angesichts des bevorstehenden International Women’s Day sagen, welche Architektinnen Sie am meisten bewundern?

Ich bewundere Charlotte Perriand und Sejima-san. Ich finde sie beide auf unterschiedliche Weise stark und couragiert, sehr mutig und sehr talentiert.


Warum erhalten Architektinnen immer noch nicht die Anerkennung, die ihre Arbeit verdient?

Architektur ist nach wie vor eine Männerwelt, ebenso wie die Bau- und Immobilienbranche. Dinge ändern sich, aber es scheint, dass die Wahl zwischen Karriere oder Kind immer noch ausschlaggebend ist. Für mich persönlich war es unglaublich, an der Seite von Sou zu wachsen, der mich, im Gegenteil, in den Vordergrund drängte. Auch heute noch ist es selten, jemanden wie ihn zu treffen, der dich unabhängig von deiner Herkunft, deinem Geschlecht oder deinem Alter ansieht.


Wonach suchen Sie in „guter Architektur“?

Ich suche nach einem Raum, der mich bewegt, aber auch Sinn ergibt, der seine Nutzung hinterfragt und in Harmonie mit der Umgebung besteht.


Worauf sind Sie besonders stolz?

Den “White Tree” in Montpellier. Mein erstes Gebäude mit Sou, und nicht gerade ein kleines. Aber besonders stolz bin ich auf die Eröffnung des Pariser Büros und den Aufbau dieses wunderbaren Teams, das wir hier haben. Wie entkommen Sie dem Alltag? Durch meine Zeichnungen. Ich mag es, kleine Fantasiewelten zu malen, verbunden mit Texten, die Gedanken und Reflexionen sammeln. Und ich mag den Wald.


Wie sieht für Sie das zukünftige Leben in einer urbanen Umgebung aus?

Die wichtigste Frage wird sein, wie wir die Natur in eine bestehende Stadt integrieren. Wir befassen uns mit grüneren und nachhaltigeren Umgebungen und Räumen, die auf vielfältige Weise genutzt werden können. Und es wird in Bezug auf wiederverwendbare oder lokal hergestellte Materialien viel geforscht. Es gibt ein echtes Anliegen und einen tatsächlichen Antrieb, in Zukunft im Einklang mit der Natur zu bauen und zu leben.

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