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A Woman with Purpose: Fernanda Canales

A Woman with Purpose: Fernanda Canales

Fernanda Canales ist eine der angesehensten Architektinnen Mexikos, die in einer männerdominierten Branche arbeitet, in der nur drei der 100 grössten Unternehmen weltweit von Frauen geleitet werden.


"Wir sind ohne Vorbild aufgewachsen. Meine Generation lehnt die Situation früherer Generationen ab, in denen Frauen nicht führen durften. Wir arbeiten hart daran, einen Weg zu schaffen, der für die nächste Generation vielleicht einfacher ist", erklärt sie.


Seit der Gründung ihres eigenen Büros im Jahr 2002 verbindet Fernanda die Tätigkeit als Architektin und Designerin mit der als Architekturkritikerin und Kuratorin. Sie erforscht vor allem das Wesen des mexikanischen Designs und wie die Unterbringung der Bevölkerung zur obersten Priorität eines jeden Landes werden könnte.
Fernanda ist das perfekte Beispiel einer Akris-Frau, die sich für ein besseres Leben der Menschen in ihrer Gemeinde einsetzt, den Weg für andere ebnet und in ihrem Leben eine Bestimmung verfolgt.

Sie haben 2002 Ihr eigenes Architekturbüro gegründet. War es einschüchternd, als Frau in der Architektur in Mexiko ein Unternehmen zu gründen?
Es ist auch heute noch jeden Tag einschüchternd. Ich werde häufig gebeten einen männlichen Architekten für ein Projekt zu empfehlen.


Sie haben einen sehr markanten architektonischen Stil mit einer Design-Praxis, die auf der Lokalität und der Spezifität des Ortes basiert. Wie hat sich das entwickelt?
Dieser Stil entwickelte sich, weil ich es als sehr frustrierend empfand, die Unvereinbarkeit von dem, was im Büro entworfen, und dem, was auf der Baustelle gebraucht wurde, zu sehen. Die Diskrepanz zwischen abstraktem Denken und alltäglichen Realitäten führte dazu, dass ich nicht mehr gegen Probleme wie reduzierte Budgets, sich ändernde Bedürfnisse, unqualifiziertes Handwerk, Fehler während des Bauprozesses und viele andere Probleme ankämpfen wollte, die normalerweise ausserhalb der Kontrolle des Architekten liegen, aber das Projekt beeinflussen. Stattdessen versuche ich, Projekte zu realisieren, die sich an diese Umstände anpassen können, ohne dass die wichtigen Aspekte und Hauptqualitäten dieser Projekte verloren gehen.


Können Sie 3 Aspekte mit uns teilen, nach denen Sie bei Ihren Projekten immer suchen?
Ausblicke auf natürliche Elemente, wie Himmel, Bäume, Sonne und Berge bieten. Den Menschen das Gefühl geben, Teil dieses Ortes zu sein. Denjenigen, die sich ausserhalb aufhalten, mit der gleichen Grosszügigkeit behandeln, wie diejenigen, die sich im Inneren des Gebäudes befinden.


Sie leben in Mexiko City, einer der grössten Städte der Welt. Was sind heutzutage die grössten Herausforderungen in der Architektur und Stadtplanung?
Die grösste Herausforderung ist es zu versuchen, Ungleichheiten durch Architektur zu verringern, Sicherheit, Freiheit und Komfort zu bieten und jeden Nutzer des Gebäudes zu bestärken - vom Eigentümer bis zur Person, die die Reinigung vornimmt.


Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
Keine Führung. Jeder, mich eingeschlossen, soll seinen eigenen Weg finden, um die Dinge auf seine Art und Weise zu tun.

 


Was ist der wertvollste Ratschlag, den Sie als junge Architektin erhalten haben und den Sie weitergeben möchten?
Es gibt einen Satz von Luis Barragan, der für mich sehr wichtig war: "Schauen Sie nicht darauf, was ich getan habe, schauen Sie darauf, was ich gesehen habe." Es ist wichtig, Einflüsse in einem breiteren Kontext zu verstehen.


Können Sie uns etwas über eines Ihrer jüngsten Projekte erzählen, "After the World: Privacy in a Shared World", das Teil der diesjährigen Biennale von Venedig ist?
Meine Arbeit ist im mexikanischen Pavillon als Teil einer Kollaboration von 12 Architekten zu sehen, die zusammen mit 3 Kuratoren erarbeitet wurde, und ich bin beteiligt an der Gestaltung des zentralen Pavillon, den Hashim Sarkis kuratiert hat. Die Installation mit dem Titel "After the House, Privacy in a Shared World", stellt eine Kritik und eine Alternative zu Städten dar, die durch Gegensätze getrennt sind: Arbeiten/Wohnen, Besitzer/Besitzlose, Ressourcen/Abfall, innen/aussen, öffentlich/privat. Sie sucht nach Wegen, diese Gegensätze aufzulösen.

Was bedeutet es für Sie, eine Woman with Purpose in der Architektur zu sein?
Es ist mein Leben.

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